BONEY M - HIT MIX



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"HIT MIX" - BONEY M, ist eine von Frank Farian produzierte, international besetzte Disco-Formation, die vor allem in den 70er Jahren international Erfolge hatte. Die erste Boney M.-Single Baby, Do You Wanna Bump, auf deren Cover noch kein Foto der erst sp
äter für die Vermarktung zusammengestellten Gruppe zu sehen war, erreichte die Top 10 in den Niederlanden. Nach einem ersten Auftritt in der Fernsehsendung Musikladen folgte der Durchbruch quasi über Nacht. Die Mitglieder des Quartetts waren neben dem Tänzer Bobby Farrell die drei karibischen Sä
ngerinnen Marcia Barrett, Liz Mitchell und Maizie Williams. Die Single Daddy Cool war 1976 die meistverkaufte Single in Deutschland und stand 12 Wochen an der Spitze der Charts. Boney M. hatten von 1976 bis 1979 insgesamt acht Nummer-1-Hits in Deutschland. Mit dem 1978 erschienenen Album Nightflight
to Venus, welches auch die einzige LP von Boney M. mit Notierung in den US-Charts war, gelang die allmähliche Abkehr vom traditionellen Disco-Sound hin zu schlagerartigem, sehr eingängigem Pop. Der Titel Rivers Of Babylon aus diesem Album war ihr insgesamt größter Hit und stand vier Monate auf
Platz eins der deutschen Hitliste. Einige Liedtexte von Frank Farian und seinen Mittextern (u. a. Drafi Deutscher) haben, zumindest verglichen mit den meisten Titeln im Bereich der Pop und Discomusik, einen gewissen historischen oder politischen Hintergrund. So handelt Belfast vom Nordirlandkonflikt
und davon, welche Wirkung der Bürgerkrieg auf die Kinder dieser Stadt hat; das Melodians-Cover Rivers Of Babylon ist die Vertonung einer Bibelstelle und ebenso wie Plantation Boy die Auseinandersetzung mit der Sklaverei und Unterdrückung der Schwarzen. We Kill The World (1981 ein Nummer-1-Hit in
Südafrika), nimmt sich des wachsenden Umweltbewusstseins an. Die titelgebenden Figuren der Hits Ma Baker, El Lute und Rasputin greifen die Geschichte und die Legenden um die historischen Figuren Kate „Ma Barker, Eleuterio Sánchez Rodríguez und Grigori Jefimowitsch Rasputin auf. Mit dem Verebben
der Disco-Welle wurde es ab 1982 auch stiller um Boney M. Die zunehmende Unzufriedenheit Farrells mit seiner Rolle als Nicht-Sänger führte zu seinem Ausscheiden aus der Gruppe. Er wurde durch den Londoner Sänger Reggie Tsiboe ersetzt, der dann auch singen durfte. Mit Going Back West 1982 und Jam
bo 1983 erreichten Boney M. gerade noch Top-50-Platzierungen, schafften es aber in die Top 10 der Republik Südafrika und mit beiden Singles auf Platz 11 in der Schweiz. Im Frühjahr 1984 hatten Boney M. mit dem Album Ten Thousand Lightyears noch die thematische Rückkehr ins Weltall und konzeptione
lle Anknüpfung an den Erfolg des Albums Nightflight to Venus versucht. Neben dem Titelsong, Future World, Somewhere in the World und Where did you go sind hier besonders die Remakes von Jimmy (das Original stammt von ihrem eigenen Album Boonoonoonoos) und von Tommy Roes Dizzy zu nennen. Erst 1984 t
auchten Boney M. wieder in den Top 20 der Charts auf: Mit Adaptionen der italienischen Disco-Hits Kalimba De Luna (verkaufte sich weltweit 1.000.000 mal) und dem Happy Song. Bei letzterem Hit war plötzlich auch Bobby Farrell wieder mit von der Partie. Das letzte Album EyeDance wurde sogar als Quint
ett veröffentlicht, ohne jedoch auch nur annähernd an die Erfolge aus den 70er Jahren anknüpfen zu können. Am 21. September 2006 startete in London erfolgreich das um die Hits von Frank Farian gestrickte Musical Daddy Cool. Neben den Boney-M-Titeln sind auch Lieder zu hören, die Farian für No
Mercy, Milli Vanilli und La Bouche schrieb. Bei der Premiere waren von den Mitgliedern der Originalgruppe Liz Mitchell, Marcia Barrett und Reggie Tsiboe anwesend. 2007 wurden anlässlich des Deutschland-Starts des Daddy-Cool-Musicals alle Original-Alben von Boney M. in Remastered Editions, ergänzt
um Bonustracks, neu herausgegeben.


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